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Die kolloidale Stabilität einer Dispersion über einen längeren Zeitraum ist in vielen Industriebereichen, wie z.B. der pharmazeutischen -, keramischen- oder der Farb- und Pigmentindustrie von großer Bedeutung. Der Begriff "Stabilität" kann für verschiedene Anwendungen unterschiedliche Bedeutungen haben. Wenn er auf Kolloide angewendet wird, ist ein stabiles kolloidales System eines, in dem die Partikel einer Flockulation oder Aggregation standhalten und eine lange Haltbarkeit aufweisen. Dies ist abhängig vom Gleichgewicht der abstoßenden und anziehenden Kräfte, die zwischen Partikeln, die sich gegenseitig beeinflussen, herrschen. Herrscht zwischen allen Partikeln eine abstoßende Kraft, bleibt die Dispersion stabil. Stoßen sich die Partikel jedoch nur wenig oder gar nicht voneinander ab, könnte ggf. ein instabiler Mechanismus auftreten, z.B. Flockulation, Aggregation, etc.
Unter bestimmten Umständen lagern sich die Partikel einer Dispersion aneinander an und bilden Aggregate, die sich langsam vergrößern und häufig unter Einfluss der Schwerkraft absetzen. Anfangs wird solch ein Aggregat eine Flocke genannt und der Prozess, während dessen sich diese bildet, die Flockulation. Die Flocke kann sich unter Umständen wieder auflösen. Ändert sich das Aggregat in eine dichtere Form, wird dies Koagulation genannt. Ein Aggregat separiert sich üblicherweise entweder durch Sedimentation (wenn es dichter ist als das Medium) oder durch Aufrahmen (wenn die Dichte geringer ist, als die des Mediums). Die Begriffe Flockulation und Koagulation werden oft als Synonyme benutzt. Gewöhnlich ist die Koagulation jedoch irreversibel, während die Flockulation durch den Vorgang der Entflockung rückgängig gemacht werden kann. Die folgende Abbildung zeigt schematisch einige dieser Prozesse.
Die Wissenschaftler Derjaguin, Landau, Verwey und Overbeek entwickelten um 1940 eine Theorie die sich mit der Stabilität von kolloidalen Systemen befasst.
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