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Die Mastersizer 2000 Software bietet dem Benutzer alle Möglichkeiten, die beste Übereinstimmung von Ergebnissen der hochtechnisierten Lasergranulometer zu erzielen, da sich die Messabläufe besser steuern lassen, ohne dass die Bedienung komplexer wird.

Das zentrale Konzept des Softwaredesigns basiert auf der Erstellung und Anwendung von Standardarbeitsanweisungen (SOPs - Standard Operating Procedures). Dabei handelt es sich um Makros, die zur Steuerung jedes Schrittes einer Messung angewendet werden und deren Erstellung und Änderung denkbar einfach ist.

Wenn eine SOP erstellt wurde, kann sie in einer SOP-Bibliothek gespeichert und wiederverwendet werden. Wird am Mastersizer 2000 eine Messung durchgeführt, so wird die steuernde SOP automatisch mit dem Ergebnis gespeichert. Ein Dienstprogramm "Extract SOP" wird bereitgestellt, mit dem die Benutzer die jeweils für eine Messung verwendete SOP ansehen können. Somit lassen sich alle Datensätze der Messung komplett überprüfen und sowohl die Methoden als auch die Ergebnisse können verglichen werden.

Live-Anzeige der Detektoren
Die Live-Anzeige war seit jeher ein wesentliches Feature der Malvern Mastersizers, und der Mastersizer 2000 bildet keine Ausnahme. Die Live-Anzeige bietet den Benutzern ein unschätzbares Diagnosewerkzeug zur Beurteilung der durchgeführten Messung.

Einfache Steuerung der Probendispergiereinheiten.
Die meisten Probendispergiereinheiten werden per Computer über am Bildschirm angezeigte Regler und Optionsschaltflächen gesteuert.

Customisierbar.
Neben der Möglichkeit, die gesamten Messparameter über das SOP-Konzept zu definieren, haben die Benutzer auch die Möglichkeit, die Ergebnisberichte den Unternehmensnormen anzupassen. Zur Anpassung der Ergebnisausgabe durch die Benutzer sind folgende Hauptfunktionen verfügbar:

Report-Designer.
Dieses unabhängige Dienstprogramm ist im Menü Tools der Software enthalten und ermöglicht Benutzern die Erstellung eigener Bildschirmdesigns und Standardberichte. Ein nützliches Feature dieses Dienstprogramms besteht darin, dass die Bildschirmdesigns und Berichte miteinander verknüpft sind. Somit können Berichte erstellt werden, die der Bildschirmanzeige genau entsprechen, oder sehr einfache Bildschirmdesigns lassen sich erstellen, die mit entsprechenden äußerst detaillierten Berichten verknüpft sind.
Für die Verwendung des Report-Designers sind keine Programmierkenntnisse erforderlich. Die Erstellung der Berichte und Bildschirmdesigns geschieht durch die Auswahl von Objekten (Tabellen, Grafiken usw.) aus einer Toolbox und deren Positionierung im Bericht durch Ziehen und Ablegen mit der Maus. Mit Hilfe des Tools "Custom Expressions" können wichtige Parameter berechnet und gemeinsam mit Statusanzeigen wie "in Ordnung", "Fehler" oder "Systembetreuer benachrichtigen" angezeigt und ausgedruckt werden.

Anpassbare Liste der Messdatensätze für den überaus einfachen Datenvergleich.
Die Liste der Messdatensätze bildet den Haupthintergrund, auf dem alle anderen Funktionen basieren. Diese Seite zeigt alle Datensätze in einer Messdatei an und wird nach Beendigung jeder Messung automatisch aktualisiert. In der Regel zeigt diese Seite die Nummer des Datensatzes, das Datum und die Uhrzeit der Messung, d10, d50 und d90 gemeinsam mit Angaben zur Probe und Quelle des Ergebnisses (gemessen oder bearbeitet) an. Zur Auswahl stehen 266 in einer Tabelle aufgeführte Parameter. Diese können von den Benutzern ausgewählt und anstelle von einem oder mehreren Standardparametern angezeigt werden.

Ein gewaltiger Vorteil der Liste der Messdatensätze besteht darin, dass die Benutzer 32 Datensätze auf einmal vergleichen können, indem einfach die in jeder Datenspalte angezeigten Werte zum Vergleich herangezogen werden. Benutzer, die daran gewöhnt waren, die Ergebnisse mittels Overplotting zu vergleichen, erkennen schnell die Vorteile der Datensatzseite. Sie erlaubt den absolut präzisen Vergleich von wesentlich mehr Datensätzen ohne Extrapolation.

Anpassbare Trendkurven mit angezeigten Pass/Fail-Kriterien.
Auch wenn üblicherweise d10, d50 und d90 gegen Uhrzeit oder Datensatznummer angezeigt werden, sind die Trendkurven vollständig konfigurierbar und gestatten das Einzeichnen jedes Dezils oder Moments der Verteilung gegen andere Parameter.
Eine typische Anwendung dieses Features ist das Einzeichnen von d10, d50 und d90 gegen den eingesetzten Luftdruck bei der Dispergierung. Damit lässt sich der ideale Druck ermitteln, der in einer SOP für die Trockenmessung eines zerbrechlichen Pulvers angewendet werden sollte.
Pass/Fail-Kriterien können als transparente Farbbanden auf der Kurve angezeigt werden und verweisen auf die Position der Grenzen, ohne das Kurvenbild unnötig zu füllen.

Ergebnisemulation.
Einige Benutzer, die über viele Jahre Siebe verwendeten, können Schwierigkeiten haben, die Ergebnisse der Laserbeugung mit den Siebergebnissen abzugleichen. Wenn die Materialien länglich oder nadelförmig sind, erscheinen diese grundsätzlich viel feiner, wenn sie mit Sieben gemessen werden, da die Partikel längs durch die Maschen des Siebes fallen. Wenn zuverlässige Siebergebnisse vorliegen, können diese in das Ergebnisemulations-Dienstprogramm, das über das Menü Tools der Software aufgerufen wird, eingegeben werden. Das Programm berechnet den Unterschied zwischen jeder Größenbande des Mastersizer-Ergebnisses verglichen mit dem Siebergebnis und erstellt eine Offset-Tabelle. Diese kann für das Mastersizer 2000 Ergebnis für eine Siebemulation angewendet werden.
Die Ergebnisemulation kann für jedes Messverfahren oder -instrument verwendet werden, solange genügend Datenpunkte vorhanden sind. Der Erfolg der Emulation hängt von der Zuverlässigkeit des emulierten Messverfahrens ab.

Bearbeiten der Ergebnisse.
Die Ergebnisse können bearbeitet werden, um die Auswirkung unterschiedlicher Brechungsindizes bei der Methodenentwicklung zu beurteilen. Wenn ein Datensatz bearbeitet wird, wird dieser nicht überschrieben, sondern der bearbeitete Datensatz wird der Datensatzdatei als neuer Datensatz angehängt.
Wenn die Software im Modus 21 CFR 11 arbeitet, kann die Bearbeitung ggf. verboten und somit nicht möglich sein. Wenn sie zulässig ist, verlangt die Software die Angabe eines Grundes für die Änderung.

Finden der Ergebnisse.
Die Mastersizer 2000 Software bietet Such-, Sortier- und Filterfunktionen, um den Benutzern das Auffinden aller Ergebnisse mit gemeinsamen Kriterien zu ermöglichen, z. B. vom gleichen Bediener gemessen, vom gleichen Labor gemessen, an einem Tag gemessen, d50 zwischen oberem und unterem Grenzwert, d90 über einem bestimmten Wert. Dadurch ergibt sich für die Benutzer eine leistungsstarke Methode des Managements der Messdaten ohne die Komplexität einer zusätzlichen Datenbankanwendung.

Exportieren der Ergebnisse.
Mastersizer 2000 ist bekannt dafür, dass sich einzelne Messungen sehr leicht in andere Software-Pakete exportieren lassen. Das Zielprogramm wird einfach im Hintergrund geöffnet und das/die zu exportierende(n) Ergebnis(se) werden auf der Datensatzseite markiert. Mit gedrückter linker Maustaste wird der Cursor auf das Symbol des Zielprogramms in der Taskleiste geführt. Das Zielprogramm öffnet sich automatisch und der Cursor wird zu einem kleinen Umschlag, der an der gewünschten Stelle im Zieldokument abgelegt werden kann.
Der Export kann nach Beendigung einer Messung auch automatisch erfolgen. Dafür wird eine Exportvorlage erstellt und die Verwendung der Vorlage in der SOP der Messung angegeben.

Berechnung von Durchschnittsergebnissen.
Durchschnittsergebnisse lassen sich berechnen, indem auf der Datensatzseite die einzubeziehenden Ergebnisse einfach markiert werden und dann im Menü Edit die Option "Create Average Result" gewählt wird. Der Benutzer wird aufgefordert, einen Namen für das Durchschnittsergebnis und einen Grund für dessen Erstellung einzugeben. Das Durchschnittsergebnis wird am Ende der Datensatzdatei als neuer Datensatz mit der Bezeichnung "Average" eingefügt.

 
 
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