GPC/SEC-Theorie: Trennung
Das Prinzip der GPC/SEC ist die Trennung von Molekülen auf der Grundlage ihres hydrodynamischen Radius (Rh) bzw. Volumens (Vh) und nicht ihres Molekulargewichts. Der Trennprozess erfolgt in einer mit porösem Mikropartikelmaterial (typischer Durchmesser: 5 bis 20 µm) gefüllten Säule, wie z.B. Styrol-Divinylbenzolgel, Silicagel usw.
Aufgrund ihrer Größe werden die größeren Moleküle von einigen der Poren im Füllmaterial ausgeschlossen und eluieren daher schneller von der Säule als die kleineren Moleküle. Die Moleküle werden also nach ihrer Größe getrennt, wobei die größten Moleküle zuerst und die kleinsten zuletzt eluieren. Die nachstehende Abbildung veranschaulicht den GPC-Trennvorgang.
Der GPC/SEC-Prozess beginnt mit kontinuierlichem Durchfluss der mobilen Phase durch das System mittels eines Lösungsmittelfördersystems, meist in Form einer isokratischen Pumpe Zudem kommt ein Inline-Lösungsmittelentgaser zum Einsatz, um alle gelösten Gase im Laufmittel zu entfernen, sodass die Signalinstabilität und das Signalrauschen reduziert werden. Die Probe wird entweder manuell oder mit Hilfe eines Autosamplers in das System injiziert.
Danach wird die Probenlösung durch die Säule(n) geführt, in der/denen der Größentrennprozess erfolgt. Wenn die Probe von der/den Säule(n) eluiert, strömt sie durch einen Detektor oder eine Detektorreihe, und ein GPC/SEC-Softwarepaket auf dem Computer analysiert den Austrag.

Der Umfang der Datenanalyse ist von der Art und Anzahl der während des Prozesses verwendeten Detektoren abhängig. Je nach der Detektorwahl werden verschiedene Kalibrier- und/oder Kalkulationsarten genutzt, um Parameter wie das Molekulargewicht (MW), die Molekulargewichtsverteilung (MWD), die Grenzviskosität (IV) oder die molekulare Dichte, den hydrodynamischen Radius (Rh) und den Trägheitsradius (Rg) zu berechnen. Zudem besteht die Möglichkeit, zusätzliche Informationen über die makromolekulare Struktur, Konformation, Aggregation und Verzweigung sowie die Copolymer/Konjugatzusammensetzung zu erhalten.
GPC/SEC-Systeme:
Das Viscotek TDAmax ist ein vollständiges, temperaturgesteuertes und fortschrittliches GPC/SEC-Multidetektorsystem, das sich für alle makromolekularen Anwendungen eignet, insbesondere in der Forschung. Es besteht aus drei einzigartigen und komplementären Komponenten – die Drei- oder Vierfachdetektionsreihe (TDA), das GPCmax-integrierte Lösungsmittel- und Probenabgabemodul und die OmniSEC-Software.
Das Viscotek 270max ist ein modulares und fortschrittliches Multidetektorsystem, das bei Raumtemperatur arbeitet. Es eignet sich ideal für die vollständige routinemäßige Charakterisierung natürlicher und synthetischer Polymere, Copolymere und Proteine.
Das Viscotek RImax ist ein modulares und konventionelles Kalibriersystem. Es ist einfach zu handhaben und kann vollständig auf eine weitergehende Detektionsfähigkeit erweitert werden. Zudem ist es für die routinemäßige GPC/SEC und für Lehrzwecke ausgelegt. Es funktioniert mit der gleichen leistungsstarken OmniSEC-Software, die auch bei den fortschrittlichen Systemen zum Einsatz kommt.
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